Deren Hauptaufgabe ist es, Arbeit zu verrichten, was physikalisch mit der Gleichung Kraft mal Weg beschrieben wird. Ein Muskel, der nicht bewegen kann, kann keine Kraft umsetzen und somit nicht arbeiten. Ein „guter“ Muskel ist beweglich, flexibel, elastisch, kann anstrengen.

Faktoren wie einseitige Belastungen, schlechte Gewohnheiten, Unfälle oder heute auch Eingriffe von aussen wie Operationen können Fehlspannungen, schliesslich Verkürzungen und Fehlbewegungen zur Folge haben. Imbalance entsteht.

Die Biokinematik nutzt die Kenntnisse über die Bewegungszusammenhänge und die funktionelle Anatomie, um die fehlregulierten Spannungen und verkürzten Muskeln zu finden, die ursächlich für die Schmerzen sein können. Ziel ist es die natürlichen Bewegungsabläufe wieder herzustellen. Das geschieht mit spezifischen Übungen, die den Muskel in seiner Spannung umregulieren, Reize setzen, um ein Längenwachstum einzuleiten und zu guter Letzt die Eigenwahrnehmung schulen, um damit nachhaltig Bewegungsmuster zu ändern.

In der Übung wird eine Muskelkette an das Bewegungsende gebracht und nun von den Enden her gegen äusseren Widerstand in die Länge angestrengt. Es wird Arbeit vom Muskel gefordert, wo er es nicht mehr oder nicht mehr gut kann. Dieses Prinzip der Anstrengung setzt den Impuls zum Umbau mit dem Ziel, neue Muskelzellen seriell anzubauen.

Der Weg aus den Einschränkungen des Alltags und aus dem Schmerz geht über Aktivität, Verbessern von Funktionen und Beweglichkeiten und Änderung von Bewegungsmustern. Was frei bewegen kann, schmerzt nicht. Deshalb die Devise Üben – NICHT Schonen.


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